Küchenhygiene
Händewaschen ist Kochtechnik
Saubere Hände sind ein aktiver Arbeitsschritt, nicht nur eine Formalität.

Das Prinzip
Saubere Hände unterbrechen Übertragungswege zwischen Rohware und fertigem Essen. Entscheidend ist nicht nur das Waschen vor dem Kochbeginn, sondern auch der Wechsel einer Tätigkeit: Nach rohem Fleisch, Fisch, Ei, Mehl, Gemüseputzen oder Abfällen Hände reinigen, bevor du etwas Verzehrfertiges anfasst.
So geht’s in der Praxis
Hände mit fließendem Wasser benetzen, Seife verteilen und 20 bis 30 Sekunden sorgfältig einreiben. Handflächen und Handrücken, Fingerzwischenräume, Daumen und Fingerspitzen einbeziehen. Danach gründlich abspülen und mit einem sauberen, für Hände vorgesehenen Tuch trocknen. Die Wassertemperatur darf angenehm sein; besonders heißes Wasser ist dafür nicht erforderlich.
Daran erkennst du es
Prüfe deinen Arbeitsweg an einer einfachen Situation: Rohes Fleisch ist vorbereitet, jetzt soll Salat angerichtet werden. Sind Hände gereinigt, Rohwarenbrett und Messer gewechselt oder gereinigt und Griffe nicht verschmutzt? Lege Seife und Händehandtuch vorher bereit, damit du nicht mit schmutzigen Händen danach suchen musst.
Häufige Fehler vermeiden
Kurz die Fingerspitzen abzuspülen reinigt nicht die ganze Hand. Handschuhe können ebenfalls Keime weitertragen. Das Tuch zum Aufwischen von Flüssigkeit oder Abtrocknen des Geschirrs ist kein Ersatz für ein sauberes Händehandtuch.
Quellen & Weiterlesen
- BIÖG: Hände gründlich waschen
Beschreibt die Waschschritte einschließlich 20–30 Sekunden Einseifen. Ergänzende Küchenhygiene: BfR, Lebensmittelinfektionen im Privathaushalt.
