Resteküche
Kräuterstiele mitverwenden
Zarte Stiele von Petersilie oder Koriander tragen viel Aroma.

Das Prinzip
Nicht jeder Kräuterstiel gehört auf den Teller. Zarte Stiele bekannter Küchenkräuter wie Petersilie oder Koriander lassen sich fein geschnitten mitverwenden. Feste, holzige Stiele von Rosmarin oder Thymian bleiben dagegen oft unangenehm: Sie können zum Aromatisieren mitziehen und werden vor dem Servieren wieder entfernt.
So geht’s in der Praxis
Wasche die Kräuter, entferne beschädigte Teile und prüfe die Stiele. Schneide zarte Stiele mit einem scharfen Messer quer in kleine Stücke. Beginne in einer Suppe oder Sauce mit wenig davon und halte die Blätter für einen späteren Schritt zurück. Grobe, faserige Stücke passen nicht als rohe Einlage in einen feinen Kräuterquark.
Daran erkennst du es
Achte beim Abschmecken getrennt auf Geschmack und Mundgefühl. Schmeckt das Gericht passend, aber ein Stiel bleibt zäh, hilft nicht automatisch mehr Würzung: Das nächste Mal feiner schneiden oder den festen Teil nur im Ganzen mitziehen lassen und entfernen. Robuste und empfindliche Kräuter benötigen unterschiedliche Zugabezeitpunkte.
Häufige Fehler vermeiden
Die Resteverwertung gilt nur für sicher bekannte, essbare Küchenkräuter. Daraus folgt nicht, dass alle Pflanzenstiele oder unbekannte Wildpflanzen essbar sind. Einwandfreie überschüssige Kräuter lassen sich portionsweise einfrieren; verwelkte, schleimige oder schimmelige Reste werden nicht durch Mitkochen zu guten Zutaten.
Quellen & Weiterlesen
- BZfE: Kräuter vorbereiten und verwenden
Fachliche Hinweise zu Vorbereitung, Schnitt, robusten und zarten Kräutern sowie portionsweisem Einfrieren; die konkrete Stielprobe ist redaktionell formuliert.
