Zutatenwissen
Linsen behalten nicht alle ihre Form
Linsensorten reagieren beim Kochen unterschiedlich.

Das Prinzip
Entscheide zuerst über das gewünschte Ergebnis: Für einen Salat sollen Linsen als einzelne Körner erhalten bleiben; für eine cremige Suppe dürfen sie zerfallen. Grüne oder braune Sorten sind häufig für den ersten Zweck geeignet, geschälte rote oder gelbe für den zweiten. Farbe allein ersetzt aber nicht die Sorten- und Zubereitungsangabe auf der Packung.
So geht’s in der Praxis
Lies nach, ob du trockene oder bereits gegarte Linsen gekauft hast. Trockene Linsen brauchen in der Regel kein Einweichen; gare sie nach Packungsangabe und beginne vor dem genannten Ende mit einer Garprobe. Für einen Salat abschütten, sobald die Linsen durchgegart sind, aber noch zusammenhalten. Essig und weitere Dressingzutaten anschließend untermischen.
Daran erkennst du es
Probiere mehrere etwas abgekühlte Linsen. Sie sollen keinen harten Kern haben. Für eine Suppe kannst du dagegen bewusst weitergaren und die Bindung durch Rühren beeinflussen. Wird sie zu dick, die Konsistenz mit etwas heißem Wasser einstellen und erneut abschmecken.
Häufige Fehler vermeiden
Vorgegarte Ware aus Dose oder Glas nicht noch einmal nach der langen Garzeit trockener Linsen kochen. Bei einem Austausch ändern sich außerdem das Abtropfgewicht und die benötigte Flüssigkeit. Ein Verpackungsgewicht ist nicht automatisch dieselbe gegarte Rezeptmenge.
Quellen & Weiterlesen
- BZfE: Hülsenfrüchte und die passende Linsensorte
Abschnitt „Linsen für jeden Geschmack“: geschälte rote und gelbe Linsen für sämige Gerichte; ganze Sorten für mehr Biss. Einweichen und Garzeit richten sich auch nach Sorte und Packung.
